Hör mal, wer da klopft – Ein Wald für Specht und Co

Wald
Wald

Das wechselhafte Wetter hält mich nicht auf und ich mache mich am Sonntagmorgen auf nach Spenge, denn der NABU hat eingeladen. Heute wird das kürzlich erworbene Grundstück in Lenzinghausen mit einer kleinen Wanderung durch den Wald der Öffentlichkeit vorgestellt.

In Zukunft soll sich der Mischwald auf ungefähr 8.000 Quadratmetern entwickeln, wie es die Natur vorsieht. Kein Eingriff durch Mensch oder Maschine.

Auf einer Tour durch den Wald wird uns von den NABU Aktiven interessantes Wissen über Pflanzen- und Tierarten vermittelt. So auch zu den Specharten, die in diesem Wald zuhause sind und nun ungestört ihre Höhlen in die Bäume klopfen können.

Wälder verdienen unseren besonderen Schutz. Sie sind wesentliche CO2-Senken und Wasserspeicher und als solche sind sie unsere stärksten Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise. Deswegen hat der Schutz der Wälder in NRW für uns höchste Priorität. Gleichzeitig sind die Wälder selbst im Klima-Dauerstress. Aus diesem Grund machen wir eine Waldentwicklung hin zu naturnahen, arten- und strukturreichen Wäldern zum Ziel der nordrhein-westfälischen Waldwirtschaft. Hier werden sich selbst erhaltende Dauerwälder zum neuen Normal. Das gilt für Wald in öffentlicher Hand genauso wie für den privaten Waldbesitz. Damit die Waldentwicklung gelingt, bauen wir das Forstgesetz zu einem Landeswaldgesetz aus. Daneben stärken wir den Waldnaturschutz und werden weitere Wildnisgebiete wie z. B. den Hambacher Wald und angrenzende Gebiete als Referenzflächen für naturnahe Waldentwicklung ausweisen, wie es auch in der Biodiversitätsstrategie NRW verankert ist.

Eine naturnahe, klimastabile Waldentwicklung gelingt nur mit den Waldeigentümer*innen zusammen. Deshalb wollen wir die Förderprogramme für den Waldbesitz nach und nach stärken und über die gute forstliche Praxis hinaus ökologisch ausrichten. Wir werden geeignete Förder- und Beratungsinstrumente, insbesondere auch für den Vertragsnaturschutz, schaffen, die die Waldentwicklung hin zu einer naturgemäßen Waldwirtschaft vorantreiben. Forstbetriebsgemeinschaften und forstliche Zusammenschlüsse wie Waldgenossenschaften sind sehr gut geeignet, um die Potenziale kleiner privater Waldflächen zu bündeln und die Waldbesitzer*innen fachlich und wirtschaftlich zu unterstützen. Die Gründung von Bürger*innenwaldgenossenschaften werden wir unterstützen, um Bürger*innen aktiv in den Schutz des Waldes mit einzubeziehen.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.